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Mehrere Gruppen von Architekturstudenten der Universität
Stuttgart haben Produkt-Prototypen für den erholsamen Kurzschlaf,
das so genannte Power-Napping, geplant und entwickelt. Mehrere
Studien belegen, dass ein Nickerchen um die Mittagszeit die Produktivität
eines Menschen entscheidend verbessern kann. Doch bisher haben
nur einzelne Firmen das Power-Napping in ihre Arbeitsabläufe
integriert. Die Universität Stuttgart hat daher im Sommer 2004
einen Entwurf ausgeschrieben, der viel versprechende Projekte
für geeignete Schlafmöbel hervorbrachte. Die Studenten
suchen nun nach Kooperationspartnern für die gemeinsame
Weiterentwicklung und anschließende Herstellung.
Power-Napping
Zahlreiche Studien von renommierten Institutionen wie der NASA
oder dem Fraunhofer-Institut haben die Effektivität des Power-Napping
bewiesen: Eine NASA Studie von Marc Rosenkind belegt, dass
Power-Napping die Reaktionsgeschwindigkeit um bis zu 16% erhöht und
dass gleichzeitig bis zu 34% weniger Aufmerksamkeitsausfälle auftreten.
Der kreativitätsfördernde Kurzschlaf wirkt dem biorhythmischen Mittagstief
entgegen und erhöht Reaktions-, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erheblich.
Airlines und Unternehmen wie z.B. IBM sind bereits dabei, das Thema in eigenen
Studien zu erforschen. Im niedersächsischen Vechta hat die Stadtverwaltung
(begleitet von der AOK und dem Fraunhofer-Institut) bereits experimentell das
Power-Napping eingeführt. Und es funktioniert: Die 180 Mitarbeiter der Stadt
sind gesünder, das heißt sie fehlen im Durchschnitt weniger, und leisten dadurch mehr.
(http://www.bfw-pp.de/muenchen/betrieb108.php)
Projekthintergrund
Das Institut für Wohnen und Entwerfen (Fakultät Architektur) der
Universität Stuttgart hat im Sommersemester 2004 einen Entwurf
ausgeschrieben. Ziel war die Planung und Realisierung innovativer
Produkte für das Power-Napping.
In Zusammenarbeit mit der Industrie haben vier Gruppen von jeweils
vier bis sieben Architekturstudenten unterschiedliche Lösungsansätze
gefunden und verschiedene Prototypen entwickelt, darunter modulare
Systeme, pneumatische Konstruktionen und Rauminstallationen. Alle
diese Projekte waren im Rahmen der diesjährigen Büromöbelmesse Orgatec
in Köln zu sehen. Betreut wurde das Projekt von Dipl.-Ing. Arch.
Siegfried Irion und M. Arch. Stefanie Eberding.
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